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Presseerklärung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen

Mit großem Erstaunen und Verärgerung musste der DVR e.V. aus der Presse entnehmen, dass der Mülheimer Rennverein Raffelberg e.V. gestern den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Mülheimer Rennvereins Raffelberg e.V. gestellt haben soll. Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. wird erneut vor vollendete Tatsachen gestellt.

Dazu Jan Antony Vogel, Geschäftsführender Vorstand:

„Ohne dass die beiden Herren des „Rumpfpräsidiums“ es für erforderlich erachtet haben, die weiteren Schritte vorher mit uns zu besprechen, wurden hiermit unverantwortliche Entscheidungen getroffen, die zum einen gegen die Interessen des Vereins gerichtet sind und eine große Anzahl von Arbeitsplätzen gefährden“.

Das Präsidium hat dieses vereinsschädigende Vorgehen bereits im August dieses Jahres gewählt. Es hat einen Insolvenzantrag angekündigt und den Renntag im August 2017 abgesagt, ohne das Präsidium des DVR e.V. über die bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten vorab zu unterrichten.

Innerhalb von zwei Tagen hat der Dachverband die Durchführung des Renntages sichergestellt und dem Verein die notwendigen liquiden Mittel bis einschließlich Dezember 2018 zur Verfügung gestellt, um den Standort für die Durchführung von Rennveranstaltungen und den Trainingsbetrieb zu erhalten.

Das DVR e.V. hat zu diesem Zeitpunkt weder eine Jahresplanung 2017, noch eine Jahresplanung 2018 vorgefunden. Im Interesse des Erhalts des Vereins, der Sicherung des Standortes und dem Erhalt der Arbeitsplätze im Bereich des Mülheimer Rennvereins und der Trainingsbetriebe hat das DVR e.V. dem Verein erhebliche wirtschaftliche Mittel zur Verfügung gestellt.

Das DVR e.V. hat die Zahlen aufgearbeitet und einen sehr konservativen Wirtschaftsplan 2018 erstellt, der eine Fortführung des Vereins nicht nur ermöglicht, sondern Überschüsse ausweist, die es dem Verein wieder erlaubt hätten, neben der Durchführung von Rennveranstaltungen Investitionen in die Anlage zu tätigen. Im Vertrauen auf eine kooperative Zusammenarbeit im Interesse des Rennvereins wurden nicht nur die Veranstaltungstermine 2018 geplant, sondern bereits die finanzielle Absicherung sichergestellt.

Vor diesem Hintergrund entspricht der jetzt angekündigte Schritt nicht den Interessen des Mülheimer Rennvereins. Seit Monaten liegen dem Präsidium mehr als 20 Aufnahmeanträge von interessierten Personen vor, die sich nachhaltig für die Belange des Rennvereins persönlich und auch finanziell einsetzen wollen. Über keinen der Anträge hat das Präsidium bisher entschieden. Die handelnden Personen des Präsidiums werden hier einige Fragen zu beantworten haben.

Wenn das Präsidium trotz Zusage nicht zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.12.2017 einlädt, obwohl das Interesse des Vereins es erfordert, werden die Mitglieder von ihrem satzungsgemäßem Recht Gebrauch machen, wonach das Präsidium einladen muss, wenn ein Viertel der Mitglieder dies beantragt.

Das jetzige Präsidium vertritt erkennbar nicht mehr die Interessen des Vereins und muss daher umgehend den Weg für Neuwahlen frei machen. Nur mit einem handlungsfähigen Präsidium, dem seine Verantwortung gegenüber dem Verein bewusst ist, kann ein Neuanfang gelingen.

Dr. Petra Bracht
PR und Marketing